Indie Labels in Deutschland 820x510 - Indie-Labels in Deutschland

Indie-Labels in Deutschland

In Deutschland findet man heute eine überaus große Anzahl an Indie-Labels. Laut dem Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) gibt es mittlerweile über 1.300 derartige Labels. Die meisten davon haben sich auf ein bestimmtes Musikgenre spezialisiert. Hier sind einige der bekanntesten Indie-Labels aus Deutschland.

Tapete Records

Dieses Record-Label hat seinen Sitz in Hamburg. Das Label wurde im Jahr 2002 ins Leben gerufen. Anfangs konzentrierte man sich auf die Promotion deutscher Popbands. Heute hat das Label auch Musiker aus Großbritannien und den USA unter Vertrag. Gegründet wurde das Schallplatten-Label von Gunther Buskies.

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Karaoke Kalk

Karaoke Kalk wurde bereits 1997 von Thorsten Lütz in Köln gegründet. Das Label hat sich auf die Produktion und Vermarktung von elektronischer Musik spezialisiert. Allerdings ist die Musik, die dort vermarktet wird, relativ bunt gemischt. Der Bogen spannt sich von harten elektronischen Klängen bis hin zu weichen Rhythmen.

Grand Hotel van Cleef

Das Indie-Label Grand Hotel van Cleef oder kurz GHvC genannt, ist eine Schalplattenfirma aus Hamburg. Gegründet wurde das Label von den Musikern Thees Uhlmann, Marcus Wiebusch und Reimer Bustorff. Das Label hat nicht nur zahlreiche Musiker unter Vertrag, sondern fungiert auch als Booking-Agentur für Künstlerinnen und Künstler.

Compost Records

Dieses Schallplatten-Label stammt aus München. Es wurde zu Beginn der 1990er-Jahre ins Leben gerufen und ist mittlerweile international bekannt. Das Spezialgebiet des Labels ist Lounge- und elektronische Musik. Zu den bekanntesten Künstlern, die bei diesem Label unter Vertrag sind, zählen beispielsweise Karma, Ben Mono oder Marsmobil.

Neben diesen Labels gibt es noch eine Vielzahl anderer kleinerer Indie-Labels. Manche dieser Schallplattenlabels haben sich in ihrem speziellen Genre ebenfalls einen Namen gemacht. Dennoch haben auch Indie-Labels mit einem neuen Problem zu kämpfen: Wenn ein Indie-Label international sehr erfolgreich agiert, läuft es Gefahr, von einem der Major-Labels aufgekauft zu werden. Das hat zur Folge, dass damit auch die Freiheit der Künstlerinnen und Künstler leidet. Die Verträge bei den großen drei Labels sind sehr straff und in erster Linie auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Für individuelle Musik bleibt bei den Major-Labels kaum Platz.